Musik begleitet mich in vielen Momenten meines Lebens. In manchen Situationen höre ich immer wieder die gleichen Lieder. Beim Aufräumen oder Putzen sind es Vivaldis Vier Jahreszeiten, die mir Energie schenken. Zum Entspannen lausche ich gerne Volksmusik und im Auto laufen aktuelle Hits oder Filmmusik, zu denen ich fröhlich mitsingen kann, ohne gestört zu werden.
Im Advent gibt es für mich jedoch ganz besondere Lieder, quer durch alle Musikstile. Einige meiner Favoriten sind O Holy Night, Es wird scho gleich dumpa, In der Weihnachtsbäckerei oder Tochter Zion. Diese Lieder sind für mich etwas Besonderes: Schon beim ersten Ton denke ich an Advent und Weihnachten. Ich höre sie sehr gerne – aber nur in der winterlichen Jahreszeit, als kleine Einstimmung auf die Weihnachtszeit.
Einen besonderen Adventsmoment erlebte ich vor einigen Monaten bei einer Probe unserer Stubenmusik-Gruppe. Immer wieder bringt jemand ein neues Stück mit, und wir probieren gemeinsam, ob es zu unseren Instrumenten und in unser Repertoire passt. Dann erklingen Akkordeon, zwei Hackbretter, Gitarre und Bass. Bei manchen Liedern spüren wir sofort: „Das passt in den Advent.“ Es sind ruhige, stimmungsvolle Melodien, deren Harmonien besonders berühren. Dieses Jahr haben wir zum Beispiel das Stück Paradeisl als neues Adventlied entdeckt.
Die Proben unserer Gruppe beginnen lange vor den Auftritten. Schon vor dem Advent üben wir die passenden Stücke. Und dann blitzen die ersten Adventsmomente auf: ein Klang, ein Akkord, ein leises Innehalten. So stimme ich mich jedes Jahr langsam auf den Advent ein. Die Musik bringt meinen Kopf zur Ruhe und berührt mein Herz. Sie weckt Erinnerungen in mir und schenkt mir das Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit – ein kleiner Vorgeschmack auf Weihnachten.
Magdalena Dobler, Pastoralreferentin im Pfarrverband Passau-Heining
Bistum Passau

