Ich mag den Advent. Ich mag ihn, weil er sich für mich kuschelig-glitzerig anfühlt. Ich mag ihn, weil ich finde, dass die Menschen versöhnlicher werden. Und ich mag den Advent mit seinen Lichtern.
Im Advent erstrahlen Schaufenster und Weihnachtsmarkt, warmweiße Lichterketten zieren die Bäume. Hinter den Fenstern der Häuser stehen leuchtende Sterne oder Häuschen mit Kerzen. Ich schaue in Wohnungen und überlege, wer da wohl wohnt. Welche Träume haben die Menschen? Welche Sorgen? Welche Hoffnungen?
Der Dezember ist bei uns der dunkelste Monat. An jedem Adventsonntag wird eine weitere Kerze am Kranz angezündet – zum Zeichen, dass es heller wird. Hell in die dunkle Zeit hinein. Es wird heller, je mehr es auf Weihnachten zugeht.
Licht bedeutet Hoffnung. Deshalb mag ich den Advent. Der Gegensatz von Hell und Dunkel macht deutlich, was zählt. Und er stimmt hoffnungsvoll: Jedes noch so kleine Licht macht Finsternis hell – nicht nur an Weihnachten.
Christine Schniedermann, Journalistin und Autorin
Erzbistum München und Freising

