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Ein Adventslicht in meinem Alltag

16. Dezember

Der Frost glitzert früh am Morgen auf dem Fensterbrett, und während ich die Kerzen am Adventskranz anzünde, halte ich einen Moment inne. Advent fühlt sich dieses Jahr anders an – näher, persönlicher, tiefer. Vielleicht, weil meine beiden kleinen Söhne bei mir zuhause sind. Vielleicht, weil ich in der Elternzeit endlich die Zeit habe, die kleinen Momente bewusst zu sehen.

Es sind so viele kleine Erlebnisse, die mich tragen:

das laute Lachen, wenn wir uns auf dem Teppich kugeln,

die warmen Arme, die sich plötzlich um meinen Hals legen,

das Staunen der beiden, wenn wir draußen zusammen etwas entdecken.

Manchmal sind es nur Sekunden – aber sie füllen mein Herz mehr, als ich es in Worte fassen kann. Oft bin ich erschöpft, ja. Aber noch öfter bin ich dankbar. So unendlich dankbar für diese zwei kleinen Menschen, die mein ganzes Leben heller machen.

Und dann ist da noch mein Mann. Ich sehe, wie er seinen Weg als neugeweihter Diakon geht – Schritt für Schritt, mit Freude, mit Ernsthaftigkeit, mit Hingabe. Ich darf ihn begleiten, manchmal aktiv, manchmal im Hintergrund. Und auch das ist ein Geschenk. Sein Weg lässt auch mich wachsen, lässt mich neu auf unseren Glauben schauen, auf das, was uns trägt. Wir gehen gemeinsam, jeder auf seine Weise – und doch Hand in Hand.

In diesem Advent merke ich: Warten bedeutet nicht Stillstand. Es bedeutet Hinspüren. Öffnen. Wahrnehmen, wo Licht im Alltag aufleuchtet. Und dieses Licht zeigt sich für mich gerade in meinen Kindern, in ihrer Unmittelbarkeit, in unserer Nähe – und in dem Vertrauen, das mein Mann und ich uns einander schenken.

Heute Abend frage ich mich: Was war der eine kleine Moment, der mir Licht geschenkt hat?

Welche Begegnung, welche Geste, welches Lachen hat mich erinnert, dass Gott im Kleinen ankommt – mitten in meinem Alltag?

Franziska Ehrenfried, Gemeindereferentin im Pfarrverband Lauterhofen (derzeit in Elternzeit)

Bistum Eichstätt