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Plätzchen backen – sich Zeit nehmen, um anderen etwas Gutes zu tun

7. Dezember

Vielleicht gehören Plätzchenbacken und sie zu genießen zu den schönsten Ritualen im Advent. Nicht, weil sie perfekt sein müssen, sondern weil wir uns Zeit nehmen. Zeit, um etwas zu schaffen, das anderen Freude macht.

Plätzchen sind kleine Gesten der Aufmerksamkeit: „Du bist mir wichtig.“ Viele erinnern sich an den Duft von Vanille oder Zimt aus der Kindheit. Es sind nicht die perfekten Kekse, die bleiben, sondern die gemeinsamen Momente. Beim Rühren, Kneten und Ausstechen wird etwas sichtbar, das im Alltag oft untergeht: dass Geben glücklich macht. Jede Minute, die ich dafür investiere, ist gelebte Liebe.

Vielleicht ist Advent deshalb so wohltuend – weil wir wieder spüren, wie sich unser Tun in Wärme verwandelt. Nicht das Ergebnis zählt, sondern das Herz, mit dem ich es tue.

Und noch etwas geschieht dabei: Plätzchen backen bringt uns zur Ruhe. In einer Zeit, die oft von Hektik und Terminen bestimmt ist, entsteht ein kleiner Raum, in dem wir atmen können. Das gleichmäßige Rollen des Teigs, das Warten am Ofen – all das entschleunigt.

Es ist eine Einladung, bei sich selbst anzukommen. Zwischen Mehl und Zimt entsteht ein Moment der Stille, in dem wir spüren: Ich muss nicht immer schnell sein. Manchmal genügt es, einfach da zu sein – ganz im Jetzt. Vielleicht sind Plätzchen deshalb mehr als eine Süßigkeit: Sie sind eine Pause für die Seele im Advent.

Pater Alfons Friedrich SDB, Pfarradministrator Pfarrverband Haidhausen in München

Erzbistum München und Freising