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Einfach so ...

12. Dezember

Mein Adventsmoment fühlt sich jedes Jahr aufs Neue an wie ein Märchen, deswegen möchte ich heute davon berichten.

Wenn das Rentenalter kommt, suchen sich Menschen verschiedene Aufgaben und Hobbys, denen sie sich widmen wollen. Der Vater meiner Freundin besitzt einen kleinen Christbaumwald.

Nicht weit weg von unserem Zuhause -mitten im Wald- stehen behutsam abgezäunt, als Schutz vor den Tieren, die Christbäumchen. Während des Jahres, wenn ich spazieren gehe, treffe ich ihn dort oft an. Er hat viel Arbeit damit und kümmert sich liebevoll um seine Bäume. Er schneidet das Gras, pflegt und hegt sie und schaut, dass sie alles haben, um gut Richtung Himmel zu gedeihen. Wenn wir dann immer ein paar Worte miteinander austauschen, strahlen seine Augen.

Jedes Jahr im November gestalten meine Kinder voller Freude unser Weihnachtsbaumschild mit unserem Namen. Dann machen wir uns zusammen auf den Weg zu dem Wäldchen und suchen gemeinsam unseren Weihnachtsbaum aus. Nicht zu groß, nicht zu klein, genau richtig für unser Zuhause. Es stehen dort viele wunderschöne Tannenbäume: Große (für die Kirche vor Ort), kleinere oder mittelgroße - für jedes Wohnzimmer ist der passende dabei. In den Wochen vor Weihnachten mehren sich die Schilder an den Bäumen.

Kurz vor Heiligabend schneidet er dann alle markierten Bäume ab und nimmt sie mit nach Hause. Dort lädt er ein paar Tage vor Weihnachten ein zu einem Christbaumfest mit Punsch und Plätzchen und jede Familie darf Ihren Baum mit nach Hause nehmen. Da steht er dann am Heiligen Abend, verbreitet Freude und es strahlen viele Kinderaugen.

In der Kirche und in unserer Gesellschaft gibt es viele „Christbaumhüterinnen und Christbaumhüter“ in verschiedenen Bereichen, die pflegen, behüten, schützen und wachsen lassen … Ihnen soll heute dieser Adventsmoment gewidmet sein, weil sie unseren Alltag und unser Leben um so viel bereichern - einfach so.

Doris Herger, Krankenhausseelsorgerin aus Aichach

Bistum Augsburg